Widerrechtliche Baumfällungen für ein noch nicht genehmigten Schulerweiterungsbau

Unmittelbar bevorstehender Baumfällungen als Beginn des Neubaus Typenbauschule ohne Baugenehmigung!

 

Sehr geehrte Mitbürger, 

liebe Blankenburger,

 

weit mehr als 100 Blankenburger Bürger beteiligten sich am Vorhaben, den Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin mit einer Petition um Hilfe gegen die eher zufällig bekannt gewordenen Absichten zur Umsetzung des massiven Schulerweiterungsvorhabens im Ortskern Blankenburgs anzurufen.

Bislang liegt zwar noch immer keine Baugenehmigung für das Bauvorhaben vor. Auch sog. Befreiungen von den geltenden Festsetzungen des Bebauungsplans sind bislang nicht erteilt. Dies wohl auch, weil das Bauvorhaben eine massive Überbauung des Sportplatzes der Grundschule unter den Bäumen, eine übermäßige und den Ortskern verschandelnde Gebäudehöhe, eine Zerstörung des vorhandenen Baum- und Bewuchsbestands, aber jedenfalls eine weitere Steigerung der schon jetzt inakzeptablen verkehrlichen Situation wegen des zu erwartenden Pkw-Hol- und Bringe Dienstes für Hunderte weitere Schüler nach sich ziehen würde. Dies jedenfalls, weil das Bauvorhaben nicht in Einklang mit dem existierenden Bebauungsplan stünde.

Wie nun aber einem aktuellen Elternbrief der bisherigen „Grundschule unter den Bäumen“ vom 7. Februar 2022 zu entnehmen ist, sollen in den kommenden Tagen im Rahmen einer Baufeldfreimachung  die  Bäume auf dem hinteren Teil des Schulgrundstücks Alt – Blankenburg und auf dem angrenzenden Grundstück gefällt und die bestehende Heckenlandschaft gerodet werden. 

Der Schulleiter versah die Information mit der wenig tröstlich stimmenden Ankündigung, dass „die Fällungen von Ökologen begleitet werden, die die Bäume nach eventuell vorhandenen Tierarten untersuchen.“ Ohne den für den Bezirk Pankow ausgerufenen Klimanotstand hier weiter problematisieren zu wollen, ist zu resümieren, dass Rodungen und umfängliche Baumfällungen wie die angekündigten, zum jetzigen Zeitpunkt unnötig und ohne eine hierzu erteilte Genehmigung bei objektiver Prüfung wohl als rechtswidrig zu bewerten sind.  

Die auf diese Entwicklungen angeschriebenen Ämter und öffentlichen Stellen regierten bislang nicht auf  Nachfragen nach der rechtlichen Grundlage der vorgesehenen Baumfällungen. Dies möglicherweise nicht ohne Grund. 

Da die Fäll- und Rodungsarbeiten offenbar unmittelbar bevorstehen, sollten Interessierte von ihrem Informationsrecht Gebrauch machen und sich an die zuständigen Stellen wenden. 

Darüber hinaus können wir Sie nur aufrufen, sich aktiv einzuschalten und den in der Verwaltung vor sich hin Planenden in den Arm zu fallen. Wir stellen die beigefügte Liste von Adressen zur Verfügung, an die Sie sich ohne großen Aufwand z.B. per E-Mail wenden können, um Ihre Meinung zu dem anstehenden Vorhaben kundzutun. 

E-Mail: stadtentwicklungsamt@ba-pankow.berlin.de

BA Pankow von Berlin, Abt. Stadtentwicklung und Bürgerdienste, Stadtentwicklungsamt,13062 Berlin

 

E-Mail: Landesdenkmalamt@LDA.Berlin.de

Landesdenkmalamt Berlin, Klosterstraße 47, 10179 Berlin

 

E-Mail: janine.reinhardt@ba-pankow.berlin.de

Untere Denkmalschutzbehörde, Storkower Straße 97, 13062 Berlin

 

E-Mail: dr.maria.moorfeld@ba-pankow.berlin.de

Umwelt- und Naturschutzamt, Storkower Straße 115, 10407 Berlin

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