Schulerweiterungsbau verschandelt Ortskern

Zukünftige Ansicht des Schulerweiterungsbaus in Blankenburg?

Schulerweiterungsbau verschandelt Alt-Blankenburg
Neubau einer 0815 Typenbauschule im Lernsilo-Format am bestehenden Schulstandort Alt-Blankenburg

Sehr geehrte Mitbürger, liebe Blankenburger

natürlich freuen wir uns über die Bemühungen in Pankow, auch zugunsten unserer ortsansässigen Grundschulkinder, weitere und moderne Schulkapazitäten zu schaffen. Dass dabei aber nicht alles Gold ist, was zunächst glänzt, zeigt sich ganz aktuell:  

Da wird er sich geärgert haben, der Herr Vollrad Kuhn, Pankows nicht unumstrittener Bezirksstadtrat, als er in der letzten öffentlichen Sitzung des Blankenburger Rundes Tisches, nebenbei verkündete, dass er sich mit der Oberen Denkmalschutzbehörde über die Errichtung eines Schulerweiterungsbaus am Schulstandort Alt-Blankenburg geeinigt und dabei die Bedenken der Unteren Denkmalschutzbehörde ausgeräumt habe. 

Die Zuhörerschaft fragte vehement nach, wie sich dies zu den jahrzehntelangen Gängelungen der Anrainer des Dorfkerns und der Betroffenen des bestehenden Bebauungsplans verhalte. Warum nicht auf bestehenden Flächen des ehemaligen FHTW-Geländes, auf den Flächen des vormaligen Schulstandortes in unmittelbarer Nähe zur Grundschule unter den Bäumen oder gar auf den Flächen des künftigen Blankenburger Süden gebaut werde, wich Herr Vollrad Kuhn dabei stets mit dem schlichten Hinweis auf einen bestehenden Schulnotstand und zeitlichen Umsetzungsdruck aus. 

Was das für eine Art Schulerweiterungsbau sein soll, wurde bereits Anfang Februar klar. So wurde dort eine behördlich veranlasste Kubatur- und Höhenabsteckung auf dem Schulgelände durchgeführt, die das Ausmaß der im wahrsten Sinne hochtrabenden Pläne verdeutlichte.

Es geht bei diesem Schulfabrikgebäude ganz offensichtlich um eine solch massive Überbauung des Sportplatzes der Schule, nebst übermäßiger Gebäudehöhe und weiteren Nebengebäuden, dass eine Änderung des Bebauungsplans zwingend nötig ist, um dem bestehenden Baurecht entsprechen zu können. Damit wäre mit einem Federstrich und wie von Zauberhand allen den Blankenburgern ins Gesicht geschlagen, die jahrzehntelange Gängelei und Untersagung selbst kleinster Umbau- oder gar Erweiterungsvorhaben unter dem allgegenwärtigen Einwand des Denkmalschutzes des Dorfkerns erfuhren.  

Die geplante Bebauung scheint z.B. wegen fehlender Rettungswege ohne Eingriff in den vorhandenen Baum- und Bewuchs-Bestand auf dem unmittelbar östlich gelegenen Nachbargrundstück nicht möglich. 

Zudem sind zwischenzeitlich auf diesem dem vormaligen Eigentümer durch das Land Berlin unter Androhung der Enteignung zu Grünlandpreisen abgetrotzten, mittlerweile stark verwilderten östlichen Nachbargrundstück neben Wildtieren offenbar auch seltene Arten ansässig, deren Gefährdung – gerade nach der aktuellen Information, dass Pankow dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ beigetreten sei, mehr als widersprüchlich wäre. 

Darum rufen wir Sie auf sich einzumischen und den über unsere Köpfe hinweg, am Grünen Tisch Planenden in den Arm zu fallen. Die so Planenden mögen auch erklären, wie sie die Einschränkungen durch die verkehrliche Situation der zusätzlichen elterlichen Hol- und Bringe-Dienst für ca. 600 weitere Schüler lösen wollen. 

Wir stellen die beigefügte Liste von Adressen zur Verfügung, an die Sie sich ohne großen Aufwand z.B. per E-Mail wenden können, um Ihre Meinung zu diesen Plänen kundzutun.

 

Ihre Meinung können sie schicken an:

E-Mail: stadtentwicklungsamt@ba-pankow.berlin.de

BA Pankow von Berlin, 
Abt. Stadtentwicklung und Bürgerdienste, Stadtentwicklungsamt, 13062 Berlin

 

E-Mail: Landesdenkmalamt@LDA.Berlin.de

Landesdenkmalamt Berlin, Klosterstraße 47, 10179 Berlin

 

E-Mail: janine.reinhardt@ba-pankow.berlin.de

Untere Denkmalschutzbehörde, Storkower Straße 97, 13062 Berlin

 

E-Mail: dr.maria.moorfeld@ba-pankow.berlin.de

Umwelt- und Naturschutzamt, Storkower Straße 115, 10407 Berlin

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